Thorsten Ebertowski, Verlagsleiter Focus
Alex ist für mich nicht nur der Golf-Profi, mit dem unser Verlag eine langjährige und sehr gute Partnerschaft eingegangen ist, sondern auch ein Mensch, den ich privat sehr schätze. Ein kleines Beispiel: Trotz seines vollen Terminkalenders hat er in der Vergangenheit immer wieder die Zeit gefunden, mit einem Amateurspieler wie mir, ein paar Löcher, manchmal sogar eine ganze Runde Golf zu spielen. Ich geniesse es, denn ich habe nie das Gefühl, dass es für Alex eine Pflichtaufgabe ist. Wir haben beide Spass auf dem Platz und verstehen uns privat auch sehr gut, ja, ich kann behaupten, dass sich zwischen uns eine Freundschaft entwickelt hat. Ich schätze an ihm besonders seine Bodenständigkeit und seine Eigenständigkeit. Wir haben uns vor fünf, sechs Jahren kennengelernt, wo er bereits ein Top-Golfspieler war, aber sicherlich noch nicht den Punkt erreicht hatte, den er sich als Ziel gesetzt hatte. Wenn ich sein Wesen und seine Art, mit Menschen umzugehen, von damals mit heute vergleiche, wo er ein fester Bestandteil der US PGA Tour ist, hat sich eigentlich nichts geändert. Ein Geschäftspartner mit Handicap 30, sagte mir einmal nach der Runde mit Alex, dass es die beste Pro-Stunde seines Lebens war, weil Alex immer mit seinen Spielpartnern redet, auf sie eingeht und ihnen auch den einen oder anderen Tipp gibt. Mit Alex Pro/Am zu spielen macht einen heiden Spass, denn man hat das Gefühl, hier ist man mit einem langjährigen Freund auf der Runde und nicht bei einem Pro/Am-Turnier. Was ich auch an Alex Cejka schätze ist, dass er viel Humor hat und über sich selbst lachen kann. Ich erinnere mich an ein Pro/Am, vor einiger Zeit bei den BMW International Open, im Golf Club München-Nord Eichenried. Ich lief mit und schaute mir Alex und seine Partner an. Während die ganze Gruppe zum fünften Abschlag ging, ein kurzes Par vier, blieb ich in der Schutzhütte kurz stehen, um ein Telefonat zu führen. Als ich fertig war erzählte ich Alex voller stolz, dass ich hier an diesem Loch mein erstes Birdie überhaupt gespielt hatte. Er bracht in schallendes Gelächter aus und fragte mich, ob ich denn seinen Abschlag gesehen hätte. Ich verneinte und fragte ihn, ob er denn das Grün attackiert hätte. Alex schüttelte lachend den Kopf und meinte: ich habe einen blitzsauberen Socket geschlagen und liege jetzt Mitte Fairway auf der Bahn vier. Ich kann nur nochmals betonen, dass Alex Cejka ein aussergewöhnlicher Sportler mit viel Biss ist, der aber seine Menschlichkeit und Bodenständigkeit nicht verloren hat.



